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Kristina Schlecht

Diplom-Psychologin
Systemische Therapeutin (SG)

 

 

Herzlich willkommen auf meiner Homepage!
Ich bin Kristina Schlecht, Psychologin und Systemische Therapeutin. Ich freue mich über Ihr Interesse und stelle mich gern vor.

Ich bin in Russland, unweit der Stadt Wolgograd aufgewachsen. Mit 17 Jahren sind meine Eltern, mein Bruder und ich aus Russland immigriert. Eine lange Phase der Adaptation ging in die Phase der Integration über. Ich habe die Vorzüge beider Kulturen in mir integrieren können und blicke heutzutage mit Gelassenheit auf meine Erfahrungen zurück. Von der Vielfalt, die mir zugänglich ist, lasse ich mich immer weiter bereichern und inspirieren.
Inzwischen lebte ich in Leipzig, Stuttgart und Heidelberg, wo ich meinem Bildungsweg gefolgt bin. Seit 2009 lebe ich, mit meinem Mann und Kind, und arbeite in Berlin.

 

Meine Schwerpunkte

Ich arbeite vorwiegend mit Paaren, die sich eine Veränderung in ihrer Paarbeziehung wünschen, und Einzelpersonen, die sich mit den Themen persönlicher und beruflicher Entwicklung beschäftigen. Psychische Gesundheit und Lebenszufriedenheit hängen aus meiner Sicht auch zu einem großen Teil von körperlichem Empfinden und physischer Gesundheit ab. Daher ist ein Teil meiner Arbeit auf Gesundheitsberatung zu den Themen Ernährung, Bewegung, Stress und Rauchen fokussiert.

Parallel bin ich in einer Familienberatungsstelle therapeutisch tätig. Ich arbeite mit Elternpaaren, die paartherapeutische Begleitung suchen, getrennt sind oder von Trennung bedroht sind. Auch Einzelpersonen und Familien kommen zur Beratung mit ganz unterschiedlichen Anliegen, die von Kindererziehung bis hin zur Aufarbeitung traumatischer Erlebnisse reichen. In der Vergangenheit habe ich sozial benachteiligte Familien mit hohem Beratungsbedarf intensiv begleitet. Dabei ging es zum Teil um Krisenintervention, Vermeidung von Überforderung und Alltagsbewältigung.

In meiner Arbeit mit Paaren unterscheide ich zwischen Paartherapie und Paarberatung. Beratung beinhaltet eine kurze Intervention, die eine bis drei Sitzungen dauern kann. Paartherapie dauert länger, ist intensiver und kann sich bis zu zwölf Sitzungen erstrecken. Dabei geht es um eine tiefe Auseinandersetzung mit den Mustern, die das jeweilige Paar ausmacht. Dieser Prozess kann intensive Gefühle der Unsicherheit oder Angst hervorrufen, die wiederum sehr bedeutsam für die Entstehung neuer Muster sind.

 

Meine Haltung

Ich arbeite ressourcen– und körperorientiert. Auf den systemischen Ansatz lege ich einen großen Wert. Darin geht es um Integration von vielfältigen Sichtweisen und deren Bedeutung für Klienten. Innerhalb der systhemischen Therapie wird davon ausgegangen, dass Menschen in verschiedene Systeme eingebettet sind und ständig in Beziehung zu anderen stehen. Partner, Kollegen oder Nachbarschaft – soziale Systeme wirken sich auf eine Vielzahl unserer Entscheidungen und unsere Gefühlswelt aus. Im therapeutischen Prozess ist es daher besonders wichtig diese Einflussgrößen mitzuerfassen und damit zu arbeiten. Zusätzlich erkenne ich die Rolle des Körpers im therapeutischen Prozess als genauso wichtig wie die des Sprechens an. Der Körper sendet uns Signale, die wir nutzen können. Daher integriere ich ebenso Elemente aus dem Yoga und die Technik des Focusings in meine Sitzungen.

In meiner Arbeit spielt Akzeptanz eine große Rolle. Neben dem Drang zur Veränderung und dem Nutzen negativer und wütender Energie bei Veränderungen, hebe ich die Bedeutung und den produktiven Einfluss der Akzeptanz hervor. Dabei hat Akzeptanz nichts mit Gleichgültigkeit oder Passivität zu tun. Akzeptanz ist ein langer Prozess und verlangt einem viel Kraft und Durchhaltevermögen ab. Sobald man aber zur Akzeptanz gelangt, setzt sich eine Menge positiver Energie frei. Und Neues kann entstehen.

Grundqulifikationen

Ich bin Diplom-Psychologin und habe meine These zum Thema Genauigkeit der Urteile und Entscheidungsfindung unter unsicheren Bedingungen an der Universität Heidelberg verteidigt. Wie fällen wir Entscheidungen? Worauf verlassen wir uns dabei? Welche Rolle spielen Emotionen, Vorurteile und Dissonanzen? Das sind Fragen, die mich gleich zu Beginn meines beruflichen Weges beschäftigt haben. Ich habe mich in dem Thema Kommunikation und Denkprozesse spezialisiert und mein Wissen als Tutorin an der Universätät Heidelberg auch weitergegeben.

Im Moment befinde ich mich in der Ausbildung zur psychologischen Psychotherapeutin am ppt in Berlin. Mein Schwerpunkt stellt das tiefenpsychologisch orientierte Verfahren dar, ergänzt durch lerntherapeutische bzw. verhaltenstherapeutische Methoden. Unter Tiefenpsychologie ist eine Therapierichtung zu verstehen, die das menschliche Erleben und Handeln durch unbewusste Prozesse erklärt und psychodynamische Zusammenhänge untersucht. Gerade dieser Aspekt des Verfahrens fasziniert mich am meisten. Im Gegensatz zur Verhaltenstherapie, die innere Handlungsmotive als eine unerklärbare „Black box“ sieht, nimmt sich die tiefenpsychologisch orientierte Herangehensweise diese „Black box“ vor. Ursprünglich gehörte diese Therapieschule zur Psychoanalyse. Mit der Zeit entwickelten sich beide Schulen immer mehr auseinander und wurden zu zwei eigenständigen psychotherapeutischen Verfahren.

 

 

Nicht ganz so weit von der Tiefenpsychologie ist die Systemische Therapie entfernt. Am Institut für Systemische Therapie (IST) in Berlin absolvierte ich dreijährige zertifizierte Weiterbildung zur Systemischen Beraterin und Therapeutin. Dieser Titel wird den Absolventen verliehen, die die Zertifizierung durch die Systemische Gesellschaft  (SG) durchlaufen und anschließend in der Liste Systemischer Gesellschaft aufgenommen werden.

Systemische Arbeit macht mir großen Spaß und entspricht meiner inneren Haltung. Besonders spannend und hilfreich empfinde ich den narrativen Ansatz und systemische Aufstellungsarbeit. Dabei setzt die systemische Therapie auf konstruktivistisches und humanistisches Menschenbild, wonach Symptome als bestmögliche Lösungen in einem bestimmten Kontext gesehen werden. Klient als Experte in seinem Leben und Therapeutin als mitschwingende Begleiterin und Anbieterin neuer Perspektiven – Grundgerüst meiner systemischer Therapie. Systemische Therapie kann bei Auseinandersetzungen in den Familien, verfahrenen Situationen im Beruf, Umgang mit chronischen Krankheiten und Krisen in der Paarbeziehung aber auch bei Behandlung psychischer Störungen wie Depression oder Schizophrenie angewendet werden.

Als Paartherapeutin setze ich sowohl auf den Systemischen Ansatz von Retzer und Clement (Paare in Bewegung, VPA, Wien, 2016) als auch auf den emotionsfokussierten Ansatz von Johnson, dem ich mich besonders intensiv gewidmet habe (Emotionsfokussierte Paartherapie, EZI, Berlin, 2018).

Diese beiden Ansätze lassen sich aus meiner Sicht sehr gut verbinden. Der Schwerpunkt und die Struktur, die durch die kontextuelle Analyse zustande kommt, werden in der Beratung und Therapie durch einen systemischen Blick gesetzt. Und so gewinnt man eine Richtung, in die sich das Paar bewegen möchte. Jeder findet für sich heraus, wo er oder sie in der Paarbeziehung gerade steht und welche Wünsche dem Partner, der Partnerin gegenüber es noch gibt. Bei Wunsch zusammenzubleiben und viel für die Arbeit an der gemeinsamen Zukunft zu investieren, werden die Rolle und die Bedeutung der Emotionen innerhalb der Paargeschichte deutlich. So erkennen die Partner, welche beziehungsgestaltenden Emotionen ihre eigenen Muster ausmachen. Obwohl sich die Muster zwar von Paar zu Paar wiederholen, findet jedes Paar den Zugang zu gesunder Nähe auf die eigene Art und Weise. Die Idee nährender Beziehung wird dadurch immer greifbarer und klarer.

Diesen zwei Prinzipien fühle ich mich verpflichtet und vertrete diese in der Paartherapie und -beratung.

Vertiefende Qualifikationen

Schon während des Studiums beschäftigte ich mich, was den Menschen gesund und glücklich macht. Dazu gehörte unter anderem Sexualität und Sexualorientierung (Sexuelle Orientierung, Universität Heidelberg, 2005).

Wie wirkt Entspannung auf gesunde Sexualität aus? Welche Unterschiede es zwischen den Geschlechtern gibt? Wie lässt sich das Geschlecht definieren – ist das eine biologische oder sozial geprägte Angelegenheit? Bisexualität and beyond – Flexibilität in der sexueller Identifikation – wie die Freiheit sexueller Selbstbestimmung uns zu Freude, Genuss und Zufriedenheit verhilft.

Zusätzlich stellt sich für mich in der Paartherapie immer öfter die Frage der Sexualität in festen und langjährigen Beziehungen (Ressourcenorientierung und Widerstand in der Sexualtherapie, IGST, Heidelberg, 2019). Wie gewinnt man die Balance zwischen Aufregung und Sicherheit? Wie viel wovon darf es auf einer ganz individuellen Ebene geben? Welche Vorstellungen der Sexualität bringen die Partner mit? Wie wurden diese durch unsere Erziehung und Gesellschaft geprägt? Was sind Sexualstörungen? Kann der Partner oder die Partnerin nicht? Oder will er oder sie es anders? Die Rolle des sexuellen Idealszenarios nach Clement wird im paartherapeutischen Geschehen in einem ganz anderen Licht gesehen. Mit Offenheit, Vertrauen und Entschleunigung begegne ich dem Thema Sexualität in der Paartherapie. Jeder der Partner hat die Gelegenheit, sich diesem teilweise tabuisierten Thema im sicheren Rahmen der Paartherapie zu nähern.

Im Rahmen meiner familientherapeutischer Tätigkeit in der Familienberatungsstelle sehe ich mich mit einer Vielzahl an Themen konfrontiert, die konflikthaft getrennte Eltern mitbringen. Die größte Herausforderung besteht in der Wahrung der Allparteiligkeit und des Blicks auf die betroffenen Kinder. Getrennte Eltern sind in ihre Konflikte, die meist schon vor der Trennung bestanden, miteinander verwickelt und instrumentalisieren ihre Kinder ungewollt. Dafür wurde eine Vielzahl Methoden entwickelt, in denen ich mich regelmäßig fortbilde, um dem Anspruch der Mediationsarbeit gerecht zu werden. Eine solche Methode stellt das Konzept „Kinder aus der Klemme“ (Brandenburg, 2016) dar, wonach eine intensive familientherapeutische Arbeit im Gruppenkontext sowohl für die Eltern als auch für die Kinder angeboten wird.

Weiterhin halte ich das zeitgemäße Betreuungsmodell bei getrennten Familien, das Wechselmodell, für die beste Lösung (Oranienburg, 2016). Gute Erfahrungen wurden bereits in vielen Ländern gesammelt. Es muss einfühlsam und nüchtern abgewogen werden, wie dieses Modell am besten eingesetzt werden kann. Wie können sich die Eltern sich darauf einstellen und dem Modell gerecht werden? Wovon verabschiedet sich jeweiliger Elternteil? Welche Opfer sind dafür nötig und wie sich jeder der Beteiligten der neuen Situation am besten anpassen kann, sodass der Schaden einer Trennung minimal gehalten wird? Diese und viele andere Fragen sind mit dem Thema Trennung und Wechselmodell verbunden.

Aber auch die Kooperation verschiedenster Akteure und Berufsbilder (Potsdam, 2015) und die Rolle von Humor in der Beratung hochstrittiger Eltern (Potsdam, 2017) sind Themen, mit denen ich mich vertieft beschäftige und deshalb von diesen Fortbildungen besonders profitieren kann.

Mit schweren psychischen Störungen wie Schizophrenie und Psychose habe ich mich nicht nur theoretisch im Laufe des Studiums sondern auch praktisch im Klinikalltag beschäftigt (Bürgerhospital, Stuttgart, 2006). Dabei spielte Psychoedukation einerseits und Entspannung andererseits eine besondere Rolle. Für mich war es zentral, das Verständnis zu entwickeln und es nachvollziehen zu lernen, wie es Menschen mit einer Schizophrenie geht, wenn Medikamente im Spiel sind. Welche Nebenwirkungen beeinflussen die Lebensqualität der Patienten maßgeblich? Wie hilft es ihnen sich in der Remissionsphase auf das Positive im Leben zu fokussieren und einen erneuten Schub zu vermeiden?

Eine Zeitlang begleiteten mich Themen wie Depression, Burn-out und Angststörungen. Ich konnte mich vordergründig mit der Entstehung und Aufrechterhaltung der Beschwerden beschäftigen. In der westlichen Welt ist eine Depression mittlerweile so weit verbreitet, dass man sich ernsthaft fragen kann, ob dies nun eine Störung ist oder eine ganz natürliche Reaktion auf die um die Menschen herum entstandenen sozialen Entwicklungen. Wenn es früher die Pest gewesen ist, die sich aufgrund mangelnder Körperhygiene massenhaft verbreitete, ist es heute die Depression. Diese entsteht, aus meiner Sicht, aufgrund mangelnder psychischer Hygiene, in anderen Worten aufgrund der Vereinsamung, Entfremdung von der Arbeit und der zugenommenen Individualisierung in der Gesellschaft. Burn-out ist wiederum eine Form der Depression, die sich an einem relativ klaren Zeitpunkt oder Ereignis und mit relativ deutlichen Symptomen von der Depression abzugrenzen ist.

Das Ergebnis meiner Vertiefung in diesem Bereich floss in online-konzipierte Unterstützungsprogramme im Rahmen meiner Tätigkeit bei der Hausmed (Berlin, 2010). Wenn Sie diesen Links folgen, bekommen Sie eine grobe Vorstellung von den Unterstützungsprogrammen: http://www.hausmed.de/hausmedcoach/depression/– Depression

http://www.hausmed.de/hausmedcoach/burnout-prophylaxe/– Burn-out

Eins der gegenwärtig präsenten Themen im öffentlichen Diskurs ist die der Geflüchteten. Ich werde mich hier nicht in den politischen Diskurs vertiefen, mich interessiert die psychische Seite, die mit Flucht und Entbehrung auf sich hat. Trauma und Traumafolgen (Potsdam, 2017) gehen damit Hand in Hand. Menschen erleben schreckliche Dinge, manche Bilder sind für traumatisierte Menschen für immer vor Augen als wäre das Trauma erst gestern passiert. Menschen gehen durch fürchterliche Schicksalsschläge, Gewalt und Naturkatastrophen mit starken psychischen Schäden, die sich auch im Körper niederschlagen und dort wirksam bleiben. Nicht nur eine Flucht oder ein Krieg können uns lebenslang traumatisieren, sondern etwas Alltägliches wie Misshandlung oder Missbrauch, woraus sich Persönlichkeitsstörungen entwickeln können. Wie lassen sich Traumata erkennen, wo setzen sie sich fest und welche Symptome begleiten Menschen – das sind die Themen für mich, denen ich mich im therapeutischen Alltag begegne. In gravierenden Fällen wähle ich den Weg der Weiterbehandlung bei dafür spezialisierten Therapeuten, auf die ich verweise.

Unabdingbar sehe ich die Rolle der Bindung und Bindungserfahrungen der Kinder für ihre frühe Entwicklung. Eltern bringen eigene Traumata und Erfahrungen mit, die wiederum einen Einfluss darauf haben, wie ihre eigenen Kinder aufwachsen. Und die Art der Bindung zwischen den Eltern und ihren Kindern bestimmt maßgeblich die Art und Weise, wie die Kinder erzogen werden. Grundsätzlich sehe ich vom Begriff „Erziehung“ gern ab. Ich spreche lieber von Familienbeziehungen, die es den Eltern ermöglichen, ihren Kindern ausreichende Orientierung zu bieten (Mediennutzung, Oranienburg, 2015). In meinen Augen sind Eltern bestenfalls Begleiter ihrer Kinder, die sehen, was Kinder in jeder Entwicklungsphase brauchen, und entsprechend handeln. Dabei soll es die Generationsgrenzen und –unterschiede geben. Das macht es den Kindern einfacher, sich in einem Wertesystem geborgen zu fühlen und sich entwickeln zu können. Vertrauen und Stabilität, die sie von ihren Eltern spüren, macht es den Kindern möglich, zu erkunden und die Welt zu entdecken, ohne sich der elterlichen Beziehung permanent vergewissern zu müssen. Das macht die gesunde Bindung aus. Und, ganz besonders wichtig zu wissen, finde ich, ist, dass Eltern immer Fehler machen. Und das ist nicht zu vermeiden. Es ist nachvollziehbar, dass man perfekt sein möchte und für die eigenen Kinder immer nur das Beste will. Doch das macht unnötig Druck – Eltern unter Druck machen noch mehr Fehler. Wie sich verschiedene Bindungsstile beobachten lassen habe ich beim Video-Home-Training (Tübingen, 2006) gelernt.

Während meiner Tätigkeit als Familienhelferin habe ich eine Weiterbildung Familienaktivierung abschließen. Dabei geht es darum, Familien mit vielfältigen Problemen finanzieller und sozialer Natur aus einer Krisensituation zu helfen. Zentral sind solche Themen wie Strategien zur Problemlösung, konkrete Alltagsstrategien, verhaltenstherapeutische Interventionen zur Deeskalation und Selbstschutz.

Mir liegt der lösungs- und ressourcenorientierte Ansatz. So können Menschen aus einem „kranken System“ Hoffnung schöpfen und die aktuellen Probleme, die zunächst als nicht lösbar oder chronisch erscheinen, aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Bei der Krisenarbeit, die zunächst auf vergleichbar kurze Prozesse angelegt war, wusste ich zu schätzen, wie lange eine Veränderung dennoch braucht. Die Ausdauer und Geduld gewannen eine ganz neue Bedeutung für mich. Diese Erkenntnis begleitet mich in meiner jetzigen Arbeit mit Paaren ganz besonders wenn die Entwicklung zu stagnieren droht.

Weiterhin stehe ich im regen kollegialen Austausch mit den Kollegen und Kolleginnen aus unterschiedlichsten Bereichen. Seit 2012 besuche ich regelmäßige Supervision: Darin werden Familien und Paare von einer außenstehenden Supervisorin analysiert und die Notwendigkeit nächster Schritte besprochen. Supervision ist ganz besonders wertvoll für mich als Therapeutin. So werde ich dem Standard als Therapeutin gerecht und entwickle mich immer weiter.

Seit 2015 tausche ich mich im Rahmen einer träger- und therapieübergreifenden Intervision zu den Themen „Online Beratung“ und „Paartherapie“ mit Kollegen und Kolleginnen aus. Seit 2018 weitete ich mein Spektrum auf Traumatherapie aus. Unter Intervision ist ein kollegialer Austausch in psychosozialen Berufen gemeint. In einer solchen systemischen Runde bespricht man den Kontext und den therapeutischen Prozess bei der Arbeit mit Einzelnen, Paaren und Familien. Dabei bleiben die Namen und andere Daten der Betroffenen anonym. Auch allgemeine Anregungen zu den Schwerpunkten der Intervision werden eingeholt. Eine der Teilnehmer trägt ein Thema vor und die beteiligten Therapeuten tauschen sich zu dem Thema aus.